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Samura Messer: Welche Serie passt zu Ihnen?

Samura Damascus 67 Messerset mit Kochmesser, Universalmesser und Schälmesser aus Damaststahl mit schwarzen Griffen

Samura Messer gibt es in vielen Serien, die sich vor allem in Klingenstahl, Griff und Form unterscheiden. Für den Alltag sind Harakiri, Mo-V und Golf die naheliegende Wahl, Okinawa und Kaiju bringen japanische Formen in die Küche, Damascus und Damascus 67 stehen für Damaststahl mit höherer Härte, und Butcher ist auf Fleisch ausgelegt. Welche Serie zu Ihnen passt, hängt davon ab, was Sie am häufigsten schneiden und wie viel Aufwand Sie für die Pflege einer Klinge betreiben möchten.

Samura Messer im Vergleich: die wichtigsten Serien

Die Tabelle stellt die wichtigsten Linien mit ihren technischen Daten nebeneinander. Auf alle SAMURA-Messer gibt es 2 Jahre Garantie.

Serie Klinge Härte Griff Stärke
Harakiri AUS-8, einlagig 58–59 HRC ABS, schwarz; einige Modelle mit weißem Griff leicht, klassisch europäisch
Mo-V AUS-8, einlagig 58–59 HRC G-10 mit Kropf aus Edelstahl sehr große Auswahl an Messertypen
Kaiju AUS-8, Hammerschlag-Finish 58–59 HRC Pakkaholz markante Optik, Schnittgut löst sich leichter
Okinawa AUS-8, einlagig 58–59 HRC Palisander mit Kropf aus Nylon klassische japanische Formen
Butcher AUS-8, von Hand geschärft, Konvexschliff 58–59 HRC TPE, rutschfest strukturiert Fleisch zerlegen und portionieren
Bamboo AUS-8, einlagig 58–59 HRC Edelstahl in Bambusform Ganzmetall-Bauweise
Damascus 67 Lagen Damaststahl 60–61 HRC G-10 mit Kropf aus Edelstahl Damast und eine lang haltende Schneide
Damascus 67 67 Lagen Damaststahl 60–61 HRC ovaler Griff aus Micarta Damast mit klassischer Griffform

Serien für den täglichen Einsatz

Harakiri: leicht und unkompliziert

Harakiri ist die Serie für alle, die ein leichtes Messer im klassischen europäischen Stil suchen. Die Griffe sind mit drei Nieten befestigt, der Erl läuft durch den ganzen Griff, und das 208-mm-Kochmesser bringt nur 114 g auf die Waage. Die Auswahl ist groß: vom Schälmesser über das Gyuto bis zum Tiefkühlmesser. Wer mit einem Set einsteigen will, findet hier auch umfangreichere Zusammenstellungen mit Wetzstab und Messerhalter. SAMURA selbst sieht die Linie als preisbewusste Wahl, die bei der Funktion keine Abstriche macht.

Mo-V: die breiteste Auswahl

Mo-V richtet sich an Hobbyköche und Küchenprofis gleichermaßen. Die Griffe aus G-10 sind feuchtigkeitsbeständig, der Kropf aus Edelstahl trennt Griff und Klinge. Kaum eine Linie umfasst so viele Formen: Neben den Klassikern gibt es Filetier-, Ausbein- und Hackmesser. Wer eine dunkle Klinge bevorzugt, bekommt dasselbe Konzept als Mo-V Stonewash. Mehr zu dieser Linie lesen Sie in unserem Beitrag zur Mo-V-Messerkollektion.

Bamboo: alles aus Metall

Bamboo fällt durch den Griff aus Edelstahl auf, der wie ein Bambusrohr geformt ist. Klinge und Griff bestehen damit durchgehend aus Metall. Das sieht markant aus, fühlt sich aber auch anders an als Holz oder Kunststoff. Probieren Sie also aus, ob Ihnen das liegt. Die Serie deckt die Grundausstattung ab und reicht vom Schälmesser über das Kochmesser bis zum Hackmesser.

Serien mit japanischem Charakter

Okinawa: traditionelle japanische Formen

Okinawa vereint moderne Fertigung mit klassischen japanischen Messerformen: Santoku, Nakiri, Gyuto, Deba, Yanagiba und Tanto. Die Griffe sind aus Palisander. Wichtig für die Auswahl: Die Linie enthält Messer mit beidseitigem und mit einseitigem Schliff. Das Yanagiba ist beispielsweise nur auf einer Seite angeschliffen und wird deshalb anders geschärft. Wer erstmals ein japanisches Messer kauft, ist mit dem beidseitig geschliffenen Santoku am besten bedient.

Kaiju: Hammerschlag und Pakkaholz

Kaiju ist das japanische Wort für Riesenmonster. Die Klinge hat ein Hammerschlag-Finish, das an die Mondoberfläche erinnert. Die kleinen Vertiefungen sorgen außerdem dafür, dass sich das Schnittgut leichter von der Klinge löst. Der Griff aus Pakkaholz ist beständig gegen Feuchtigkeit und Gerüche. Es gibt die Serie in zwei Varianten, mit und ohne Kropf. Der Kropf trennt Griff und Klinge deutlicher, die Variante ohne Kropf lässt sich auf dem Schleifstein etwas einfacher bis zum Klingenende schärfen.

Damast: Damascus und Damascus 67

Beide Linien arbeiten mit 67 Lagen Damaststahl und sind auf 60–61 HRC gehärtet. Das ist der deutlichste Unterschied zu den AUS-8-Serien: Eine harte Klinge bleibt länger scharf, will aber sorgsamer behandelt werden. Halten Sie sie von Knochen, Tiefkühlkost und Schneidebrettern aus Glas fern.

Der Unterschied zwischen den beiden liegt vor allem im Griff. Damascus setzt auf einen ergonomischen Griff aus G-10 mit Kropf aus Edelstahl, viele Modelle haben einen Konvexschliff. Damascus 67 kombiniert die Klinge mit einem ovalen Griff aus schwarzem Micarta, der sehr strapazierfähig und feuchtigkeitsbeständig ist. Die Wahl ist hier also eher eine Frage der Griffform. Nehmen Sie, was Ihnen besser in der Hand liegt.

Für Fleisch und große Stücke: Butcher

Bei Butcher stand im Mittelpunkt, was Fleischer am meisten schätzen: Komfort, Sicherheit und Effizienz. Jedes Messer ist von Hand mit Konvexschliff geschärft. Die Klingenflanken laufen also sanft gewölbt in die Schneide aus. Der geschwungene TPE-Griff bleibt dank seiner strukturierten Oberfläche auch mit nassen Händen griffig. Neben Koch- und Hackmesser gehören Ausbein-, Abhäute- und Fleischermesser zur Serie.

Weitere Linien von SAMURA

Daneben gibt es Serien mit einem klareren Schwerpunkt:

  • Reptile: einlagiger AUS-10-Stahl mit 59–61 HRC, Konvexschliff und ein gerippter Griff aus Edelstahl. Die Serie ist auf extrem geringes Gewicht ausgelegt.
  • Meteora: handgeschmiedet, Klinge aus 5-lagigem VG-10-Damaststahl mit 59–61 HRC, Griff aus Edelstahl, durchgängig im Hammerschlag-Finish.
  • Artefact: 5-lagiger AUS-10-Damaststahl mit 59–61 HRC, Griff und Klinge im Stonewash-Finish.
  • Golf: leichte AUS-8-Klingen und ein Griff mit Vertiefungen wie bei einem Golfball, gut zu handhaben für Einsteiger wie für erfahrene Köche.
  • Blacksmith: eine Hommage an das Schmiedehandwerk mit Hammerschlagmuster, Konvexschliff und Griff aus Micarta.
  • Inca: Klingen aus weißer oder schwarzer Zirkonoxidkeramik für Schneidarbeiten, die kein Hacken erfordern.
  • Mad Bull: eine Hommage an das serbische Kochmesser, mit breiter Klinge und G-10-Griff.
  • Arny: asiatisches Kochmesser und modernes Hackmesser mit TPE-Griffen in mehreren Farben.

Griffmaterialien im Alltag

Den Griff halten Sie bei jedem Schnitt in der Hand, deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das Material:

  • G-10: ein Hochdrucklaminat aus Glasfasergewebe und Epoxidharz, strapazierfähig und feuchtigkeitsbeständig. Es kommt unter anderem bei Mo-V, Damascus und Pro-S zum Einsatz.
  • Micarta: sehr robust, ergonomisch geformt und ebenfalls feuchtigkeitsbeständig, zu finden bei Damascus 67 und Blacksmith.
  • Pakkaholz: dicht und beständig gegen Feuchtigkeit und Gerüche, das Griffmaterial der Kaiju-Serie.
  • TPE: ein rutschfester Kunststoff, der bei Butcher und Arny zum Einsatz kommt. Er bietet auch bei feuchten Händen guten Halt.
  • Edelstahl: bei Bamboo, Reptile, Artefact und Meteora. Das Messer wirkt wie aus einem Guss.

Worauf es bei der Wahl ankommt

Stellen Sie sich vor dem Kauf diese vier Fragen. Sie führen meist schneller zur richtigen Linie als der Vergleich einzelner technischer Daten:

  1. Was schneiden Sie am häufigsten? Viel Fleisch spricht für Butcher, viel Gemüse für ein Nakiri oder Santoku aus Mo-V, Kaiju oder Okinawa.
  2. Wie viel Pflege möchten Sie investieren? AUS-8 mit 58–59 HRC lässt sich unkompliziert auf dem Schleifstein nachschärfen. Klingen mit 60–61 HRC bleiben länger scharf, verzeihen aber weniger.
  3. Welches Griffgefühl mögen Sie? Leicht und klassisch bei Harakiri, griffig bei Butcher, natürlich bei Okinawa und Kaiju, kühl und metallisch bei Bamboo.
  4. Einzelmesser oder Set? Viele Serien gibt es als 3-teiliges Set mit Schälmesser, Universalmesser und Kochmesser. Das ist ein guter Einstieg, wenn Sie eine Linie kennenlernen möchten.

Ein praktischer Tipp zum Schluss: Mischen ist erlaubt. Niemand muss alle Messer aus derselben Serie kaufen. Ein Kochmesser aus Damascus für die Feinarbeit lässt sich gut mit einem Hackmesser aus Butcher kombinieren, das die groben Aufgaben übernimmt und die harte Klinge schont.

Wenn Sie noch nicht sicher sind, welche Messerformen Sie überhaupt brauchen, hilft unser Überblick über die Arten von Küchenmessern.

Häufige Fragen zu Samura-Messern

Welche Serie eignet sich für Einsteiger?

Harakiri, Golf und Mo-V sind eine gute erste Wahl. Ihre Klingen bestehen aus AUS-8-Stahl, sind beidseitig geschliffen und lassen sich ohne viel Erfahrung pflegen.

Welche Samura-Messer sind aus Damaststahl?

Damascus und Damascus 67 mit jeweils 67 Lagen, dazu Meteora und Artefact mit 5 Lagen. Die Serien Harakiri, Mo-V, Kaiju, Okinawa, Butcher und Bamboo haben dagegen einlagige Klingen aus AUS-8.

Was bedeutet „mit Kropf“?

Der Kropf ist das Bindeglied zwischen Klinge und Griff. Er verstärkt den Übergang und hält die Hand von der Schneide und vom Schnittgut fern. Bei Kaiju können Sie zwischen beiden Varianten wählen.

Sind Samura-Messer spülmaschinenfest?

Von der Spülmaschine raten wir ab. Spülen Sie die Messer von Hand, ohne Scheuermittel oder kratzende Schwämme, und trocknen Sie sie gleich ab. Das gilt auch für korrosionsbeständigen Stahl.

Wie lange gilt die Garantie?

Auf SAMURA-Messer gibt es 2 Jahre Garantie, unabhängig von der Serie.

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